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St. Laurentiuskirche Markranstädt

Herzlich willkommen

auf den Seiten des Markranstädter Musiksommers!

 

Mit einem außergewöhnlichen Konzert waren wir am 27. Oktober in den musikalischen Herbst gestartet. Ingolf Bauer und Wolfgang Russin hatten an diesem Abend faszinierende Instrumente wie z. B. Theremin, Laserharfe und ein Lightboard mitgebracht, um damit berührungslos Töne zu erzeugen. Dabei waren bekannte Hits und eigene Songs zu hören.
Schon eine Woche später war wieder einmal das Duo Capriccio in der St. Laurentiuskirche zu Gast. Mit einem Abend voller Ostrock-Klassiker begeisterten sie erneut die Konzertbesucher.

Herzliche Einladung nun zum Gedenkkonzert zum Buß- und Bettag am 21. November um 16:00 Uhr. Es erklingt das Requiem d-Moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart. Zu hören sein werden das Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V., die Kantorei Markranstädt sowie die Solistinnen und Solisten Katrin Bräunlich (Sopran), Estelle Haussner (Alt), Martin Krumbiegel (Tenor) und Andreas David (Bass).

Seien Sie uns auch dazu wieder in der St. Laurentiuskirche willkommen.

Ihr
Pfarrer Michael Zemmrich und
Kantor Frank Lehmann

 
 

Rückblick

 

Herbstkonzert 1 am 27. Oktober 2018 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert
Ingolf Bauer und Wolfgang Russin beim Herbstkonzert 1

Mit Musizieren ohne Berühren war das Herbstkonzert 1 überschrieben. Ingolf Bauer und Wolfgang Russin hatten für dieses außergwöhnliche Konzert faszinierende Instrumente mitgebracht. Zum einen war es das Theremin, das nach Wikipedia einzige verbreitete, berührungslos gespielte und dabei direkt Töne erzeugende Musikinstrument. Zweites spektakuläres "Instrument" war eine sogenannte Laserharfe. Sie ist selbst kein Instrument im herkömmlichen Sinn, sondern dient mit ihren zwölf Laserstrahlen lediglich zur Steuerung eines elektronischen Musikinstrumentes.
Drittes war das von Ingolf Bauer selbst entwickelte und gebaute „Light Board”, das mit kräftigen Lichtquellen bedient wird, die über die acht Solarpanels eine entsprechend programmierte Tonerzeugung steuern – also ebenfalls kein eigentliches Musikinstrument.
Dies vorab: es ist faszinierend, welch eindrucksvolles Spiel mit nur acht bzw. zwölf Tönen möglich ist. Mit mystischen Klängen begann das Konzert, u. a. mit gregorianischen Stilanleihen. Danach ging es in den namengebenden Block und im hierbei ersten Titel „It's am man's world” hatte das Theremin seinen ersten Einsatz. Die konzertreife Steuerung von Tonhöhe und Lautstärke ist eine durchaus anspruchsvolle Fleißübung, was zwei mutige Konzertbesucher auch selbst ausprobieren durften. Dann kam die „Laserharfe” ins Spiel und wurde gleich noch, statt mit den Händen, mit einer speziell präparierten Flöte während deren Spiel gesteuert. Der eine oder andere Konzertbesucher kannte die Laserharfe vielleicht schon aus Auftritten des französischen Elektronikpioniers Jean Michel Jarre.
Wolfgang Russin brachte schließlich noch seine Violine zum Leuchten, eigentlich ja nur den Bogen als effektlohnenderem Part. So schwang sich der bewegte „Laserbogen” u. a. bei City's „Am Fenster” durch den dunklen Chorraum.
Ihren großen Auftritt hatte die Laserharfe mit dem von Maurizio Carelli, speziell für sie komponierten Titel „Kroma”. Schließlich kam nun noch das „Igs Light Board” zu seinem Recht und begleitete auf verblüffende Weise die schon rockiger gewordenen Klänge. Athmosphärisch angereichert wurde dies alles mit Licht, Nebel und Videoprojektionen und neben Klassikern wie „Yesterday” oder „New York New York” erklangen u. a. auch eine englischsprachige Rockversion der „Ode an die Freude”, Achim Reichels „Alohahe” und mit „Hallelujah” der vielleicht bekannteste Song des im November 2016 gestorbenen Kanadiers Leonard Cohen.
Gänsehaut gab es dann noch zum Schluss mit dem legendären „Hymn” von Barclay James Harvest aus dem Jahr 1977. Ein tolles Konzerterlebnis hatte seine Krone aufgesetzt bekommen und die beiden Akteure ihren Applaus wohl verdient.

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Abschlusskonzert des Musiksommers 2018 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert
Prof. Rolf-Dieter Arens (Klavier) und Prof. Andreas Hartmann (Violine) bei Mendelssohns Konzert für Violine, Klavier und Orchester d-Moll

Nun ist auch der 18. Markranstädter Musiksommer schon wieder Geschichte. Hochkarätig besetzt mit Prof. Rolf-Dieter Arens (Klavier) und Prof. Andreas Hartmann (Violine) begann das Abschlusskonzert mit Mendelssohn Bartholdys Konzert für Violine, Klavier und Orchester d-Moll, einer frühen und dennoch schon außerordentlichen Komposition – er war erst 14 Jahre alt.
Mendelssohn komponierte den Klavierpart für sich selbst und den Violinpart für seinen Lehrer. Dabei entstanden ausgedehnte, fordernde aber auch schwelgerische Momente romantischer Musik, denen die beiden Solisten mit ihrem Können und im Zusammenspiel mit dem Orchester adäquaten Glanz verliehen. Dem langen Applaus folgte als kleine Zugabe noch einmal ein Ausschnitt aus dem Stück.
Nach kurzer Pause erklang das zweite Mendelssohn-Stück, die Ouvertüre zum Singspiel «Heimkehr aus der Fremde», das er während einer Bildungsreise durch England anlässlich der Silberhochzeit seiner Eltern schrieb. Nach dieser, für eine Ouvertüre recht opulenten Komposition, ging es noch einmal über drei Jahrzehnte in der Musikgeschichte zurück. Den Schlusspunkt setzte die Sinfonie Nr. 99 Es-Dur von Joseph Haydn. Verbindend kann man wohl sehen, dass, wie Mendelssohn später, auch schon Haydn seinerzeit Neuem aufgeschlossen war und in seine Kompositionen einfließen ließ. Erstmals sah er in dieser Sinfonie zwei Klarinetten vor und soll damit den Grundstein zur Etablierung voller Holzbläserbesetzung in der Symphonik gelegt haben.
Viel Beifall ernteten die Musikerinnen und Musiker um Orchesterleiter Frank Lehmann auch dieses Mal wieder und entließen die Konzertbesucher in den sonnigen Herbstabend.

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Sommerkonzert 1 des Musiksommers 2018 in St. Laurentius Markranstädt mit KMD Stephan Paul Audersch an der Kreutzbach-Orgel, Foto: Th. Ufert
KMD Stephan Paul Audersch an der Kreutzbach-Orgel

Kurz vor dem kalendarischen Sommeranfang konnte am 16. Juni den Orgelklängen von Stephan Paul Audersch im ersten Sommerkonzert des 18. Markranstädter Musiksommers gelauscht werden.
Mit „Klänge aus neunundneunzig Jahren“ hatte der Kirchenmusiker der Schleußiger Bethanienkirche sein Programm überschrieben.
In der Musikstadt Leipzig wurde gerade das Bachfest veranstaltet, in St. Laurentius Markranstädt gab es ganz bewusst kein einziges Stück des großen Meisters.
Dennoch blieb Stephan Paul Audersch in der Epoche und hatte – ganz passend – sommerlich leichte Musik zusammengestellt. Barocke Leichtigkeit könnte man fast sagen, denn die überwiegend kurzen aber ausgesucht feinen Stücke von Johann Speth, Johann Kaspar Kerll und Dietrich Buxtehude, vor allem aber der beiden Italiener Bernardo Pasquini und Domenico Zipoli, zauberten unter den Fingern des Organisten einen kurzweiligen Konzertnachmittag. Applaus und eine kleine Zugabe beendeten dieses erste Sommerkonzert 2018.

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Frühlingskonzert des Musiksommers 2018 in St. Laurentius Markranstädt mit dem Tangoquartett ALMA DE ARRABAL, Foto: Th. Ufert
Tangoquartett ALMA DE ARRABAL

Ein Frühlingskonzert, das eigentlich schon ein Sommerkonzert hätte sein können – und dies in doppelter Hinsicht. Denn zum frühsommerlichen Wetter passten die Tangorhythmen des Quartetts ALMA DE ARRABAL ganz wunderbar. Mit dem Großmeister des Tango nuevo, Astor Piazzolla, begann dieser Nachmittag. Sein Stück «Libertango» war dem einen oder anderen Konzertbesucher nicht unbekannt, erklang es doch auch schon bei einem Orgel-und-Klarinette-Konzert in St. Laurentius. Alma de Arrabal brachte es hier in stilechter Instrumentierung auf die Bühne. Die 14 weiteren Titel dieses Konzertes hangelten sich durch die ganze Gefühlswelt und bescherten so den Zuhörern ein ungeahnt abwechslungsreiches Konzert. Sängerin Beate Furcht ließ bei vielen Stücken vorher mit den deutschen Texten so manch einen aufhorchen und diese Erkenntnis konnte man nach dem Nachmittag noch mitnehmen – dass hinter manch starkem Tango eine berührende Geschichte stecken kann.
Viel Applaus gab es für das Quartett mit Beate Furcht (voc), Gianna Kancheva (acc), Franz Schwarznau (bass) und Hannes Malkowski (perc). Mit zwei Zugaben bedankten sich die Musikerinnen und Musiker und verabschiedeten die Konzertbesucher in den Abend.

 

 
Eröffnungskonzert des Musiksommers 2018 in St. Laurentius Markranstädt, Foto: Th. Ufert
Haydns «Die Jahreszeiten» im Eröffnungskonzert 2018

In diesem Jahr ist ja vieles einfach früher dran und so startete auch bereits am 14. April das Eröffnungskonzert des 18. Markranstädter Musiksommers.
Joseph Haydns großes Oratorium «Die Jahreszeiten» stand auf dem Programm, das damit zum zweiten Mal in St. Laurentius zur Aufführung kam.
Bereits 2010 eröffnete der Musiksommer mit diesem Werk, bei dem die Carlow Choral Society aus Irland zu Gast war und zusammen mit der Kantorei einen großartigen und ergreifenden Chorgesang möglich machte. Für das aktuelle Konzert hatten die Sängerinnen und Sänger der Markranstädter Kantorei erneut Gäste in ihren Reihen, um der großen Besetzung folgen zu können. Die Solisten waren damals und auch heute Heike Richter (Sopran) im Part der Hanne, Kim Schrader (Tenor) in dem des Lukas und Gotthold Schwarz, inzwischen bekanntermaßen zum Thomaskantor berufen, im Part des Simon. Ebenfalls wieder am Start, das Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. unter seinem Dirigenten Frank Lehmann.
Am Montag vor der Aufführung hatten die Zuhörer die Möglichkeit, sich von Musikwissenschaftler Thomas Kauba mit kurzweiligen Erläuterungen zur Entstehung und musikalischen wie gesellschaftlichen Interpretation auf dieses etwa zweieinhalbstündige „Marathon-Werk“ vorbereiten zu lassen. Viele Interessierte nutzten dieses Angebot, das nun schon zum siebten Mal vor einem Konzert stattfand, so dass die Stühle im Weißbach-Haus knapp wurden.
Eine Herausforderung stellt Haydns Oratorium aber in besonderem Maße für die Mitwirkenden dar. Auch wenn es zwischen Sommer und Herbst eine kurze Pause gab, galt es die physischen Kräfte gut einzuteilen und volle Konzentration bis zum letzten Ton zu wahren.
Der lang anhaltende Applaus brachte schließlich die Anerkennung des Publikums für diese Leistung zum Ausdruck und auch die zweite Aufführung der «Jahreszeiten» in St. Laurentius wird wohl lange in guter Erinnerung bleiben.

 

 

Für die Förderung bzw. Unterstützung des Markranstädter Musiksommers danken wir:

der Stadt Markranstädt, dem Kulturraum Leipziger Raum, dem Möbelhaus Markranstädt,
dem Förderverein zur Erhaltung der St. Laurentiuskirche e. V. und natürlich Ihnen als unsere Konzertbesucher.

 

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